Humor und Satire

 

Der neue Blog mit Arno & Bill sowohl auf  Humor und Satire als auch über twitter

 

 

Der Teufel ist los ….

 

Arno: „Heute habe ich irgendwo gelesen: „Der Teufel ist hinter den Radprofis her.““

 

Bill: „Jetzt verstehe ich auch, warum die Burschen so schnell fahren. Die haben keinen Bock auf Höllenfeuer.“

 

Arno:„Und ich dachte immer da wäre Doping im Spiel.“

 

Bill: „Siehst du, so schnell, irren wir uns.“

 

Arno: „Hast du Angst vor dem Teufel?“

 

Bill: „Ein Cowboy hat keine Angst vor dem Teufel, er reitet ihm davon!“

 

Arno: „Hätte ich mir auch denken können, es heißt ja nicht

         umsonst, der reitet wie der Teufel.“

 

Bill: „Am Lagerfeuer bei einem Schluck Whisky, vergisst

       du schnell deine Angst.“

 

Arno: „Ja! Ja! Die Cowboys, wenn es sie nicht gäbe, müsste man diese harten Männer, auch nicht erfinden.“

 

Bill: „Das ist doch gerade der Trick. Ein Cowboy ist der letzte freie Mann auf dieser Erde.“

 

Arno: „Klar doch, wenn Texas der Mittelpunkt der Erde ist.“

 

 

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller, Germany

 

Autor des Romans: „Das Chaos“

 

 

 

Satire

 

Der Erntehelfer des Todes. Ein neuer Beruf mit Zukunftsaussichten?

 

Längst hat sich ein düsterer Geselle in den grauen Hirnwindungen breit gemacht.

Er flüstert zaghaft und ganz leise: „Willst du weiterleben auf diese Weise?“

Die eigene innere Stimme sucht vergeblich im Drehbuch des Lebens die Antwort.

„Also, da ist keine passende Textstelle zu finden.“

Da flüstert der finstere Geselle: „ Suizid!“

Die innere Stimme flüstert ängstlich.

„Was ist das für ein Mittel?“

Der finster Geselle.

„Das ist das Mittel um dir endlich das Maul zu stopfen!“

Die innere Stimme flüstert:

„Tue es nicht Mensch, es kommen bestimmt auch wieder bessere Stunden.“

Von wegen, längst ist das Leben grau geworden, der Körper will nicht mehr und bei klarem Verstand sitzt die Seele in diesem Körper gefangen.

Was also ist zu tun?

Nun in der Schweiz und in Holland gibt es bereits die Erntehelfer des Todes.

Ein neuer Berufszweig mit durchaus guten Wachstumschancen, wenn man die Überalterung der Bevölkerung berücksichtigt.

Im stillen Kämmerlein überlegen manche Geister, welche Chancen sich daraus zum Beispiel für die Rentenversicherung ergeben.

Andere denken lautstark über eine Änderung der Pflege nach.

Das ganze bringt sowieso nichts, erst einmal muss die EU eine neue Richtlinie erlassen.

Innerhalb der EU müssen doch gleiche Spielregeln für alle Mitgliedsstaaten geschaffen werden.

Das ist kein einfaches Thema. Wir brauchen ein klar abgegrenztes Berufsbild. Eine entsprechende hochqualifizierte Ausbildung mit einem Hochschulstudium.

Ich würde auf jeden Fall empfehlen eine Standesorganisation einzurichten:

Zum Beispiel: Kammer der Erntehelfer des Todes oder damit jeder es versteht, Exekutor Verband.

Ist doch klar, oder gibt es noch Fragen?

Was wollen Sie?

Volksabstimmung!

Ja sind wir hier in der Schweiz?

Hier wird gemacht, was die Regierung verabschiedet.

Ich meine, ein Irland reicht im Moment der EU.

Wir sollten nicht um den heißen Brei reden, der Suizid, hätte beachtliche volkswirtschaftliche Vorteile.

Auf einer Seite schaffen wir eine Menge neue Arbeitsplätze, auf der anderen Seite in der Rentenkasse ist doch sowieso nix mehr drin.

Oder hatten Sie das Glück im Leben als Beamter berufen zu werden?

Eben, für die Otto – Normalos brechen harte Zeiten an.

Übrigens Suizid und Drogenmissbrauch (Alkohol, Tabletten) sind bei alten Menschen mit steigender Tendenz zu verzeichnen.

Wir sollten in unserer Gesellschaft diese Frage analysieren. 

Vielleicht müssen wir nur wieder etwas mehr Mensch werden, damit menschliches Leben sich wieder rentiert.

Haben wir uns auf dieser Ebene verständigt, können wir die Erntehelfer des Todes getrost einmotten.

Was machen wir also in der Zukunft?

Vielleicht sind wir zu Oma und Opa ein bisschen freundlicher, behandeln sie nicht wie ein Gegenstand der im Weg steht.

Irgendwann sind wir nach den Gesetzen der Natur nämlich auch dran!

 

© Bernard Bonvivant, Schriftsteller  Juni 2008

    Autor des Romans  « Das Chaos »

 

 

Humor

 

Das Unwort

 

Ach mein Unwort wie lieb ich dich so sehr. Jedes Jahr warte ich schon gespannt auf den neuen Hit.

Dieses Jahr hatten wir wohl großes Glück, bleiben verschont von: „Aufzuchtsprämie, Gluckengehalt und Schnapsgeld“. Mal ehrlich, wer kommt auf solche Worte?

Das Unwort des Jahres heißt „Herdprämie“. Das ist doch ein schönes Wort. Spricht von Wärme, also Herd und den Stromkosten, also Prämie. Das nennen dann die Experten „ klimaneutral“.

Ich habe mir dazu auch etwas einfallen lassen, bevor es zur „Klimakatastrophe“ ( Wort des Jahres, W.d.J.) kommt, mache ich aus den Unwörtern eine Geschichte.

 

Ich hatte wieder einmal heftigen Streit mit meiner Frau, da willigte ich in eine „ Freiwillige Ausreise“ ein. Auf dem Weg zu meiner Stammkneipe kam ich an der „Entlassungsproduktivität“ vorbei. Das „ Humankapital“ traf ich zwei Straßenzüge weiter, es wollte auch zur Kneipe. Die „ Ich-AG“ war gerade dabei die Strasse zu reinigen. Sie machte uns zum „Tätervolk“. Angeblich hätten wir die Zigarettenkippen auf die Straße geworfen, dabei hatten wir schon lange kein Geld mehr übrig für solche Luxusartikel.

An der Treppe zur U-Bahnstation stellte sich uns ein selbsternannter „ Gotteskrieger“ in den Weg. Er behauptete, wir befänden uns in seiner „ national befreiten Zone“ und müssten mit Übergriffen rechnen.

Das kam uns irgendwie spanisch vor und wir warnten ihn vor möglichem „ Kollateralschaden“.

Der Kerl lachte uns doch glatt aus. Die Anwendung dieses Begriffes wäre problematisch, außerdem wäre es eher eine militärische Umschreibung zwecks Verharmlosung des tatsächlichen Schadens.

Das hatten wir jetzt davon, wir nutzten Begriffe und kannten sie nicht einmal, zahlten die „ Peanuts“ dafür und machten uns schnellstens aus dem Staub.

Wir warteten am Gleis auf die U-Bahn. In unserem Viertel sind alle Kneipen geschlossen, die „Überfremdung“ hatte zu einer Vielzahl von Pleiten geführt.

Eine gut gekleidete Frau stand neben uns und rümpfte die Nase. Komisch wir hatten uns doch gewaschen, oder etwa nicht? Das „Humankapital“ schaute betreten weg.

Flüstert leise in mein Ohr. „ Ich habe keinen Strom und auch kein Wasser mehr. Es reicht halt hinten und vorne nicht, Dank „Hartz IV“ (W.d.J.) .“ 

Die gut gekleidete Frau meckerte herum. „ Es wäre für uns alle billiger, ihr würdet das „ sozialverträgliche Frühableben“ wählen, ihr großer, überflüssiger Haufen „Wohlstandsmüll“. Ihr seit unsere „ Rentnerschwemme“ von Morgen. Das bereitet mir große Sorgen.“

Jetzt platzte mir der Kragen und ich meinte.„Das missfällt uns schon sehr, so eine Gemeinheit. Sind wir etwa keine Menschen?“

Die Frau stemmt ihre Hände wütend in die Hüften, verzog ihr Gesicht zu einer fürchterlichen Grimasse und schrie laut. „ Was hier fehlt ist eine „ ethnische Säuberung“ wie in Jugoslawien und dann sind wir endlich „ausländerfrei“. Ihr geht mir auf den Wecker!“

Wir verstanden nur Bahnhof, dabei waren wir doch in der U-Bahn. Mutig fragte ich. „ Wer macht dann die Arbeit, wenn wir „ausländerfrei“ sind? Auf jeden Fall müssten wir dann auch noch einmal über die „ Diätenanpassung“ reden.“

Vor uns hielt die U-Bahn. Die Frau stieg ein und wir folgten ihr, wie getretene Hunde. Während die U-Bahn die Station verließ meinte sie. „ Erstens, die Arbeit macht dann das „ Humankapital“. Zweitens, sehe ich aus als bräuchte ich eine Diät?“

Wir stiegen an der nächsten Haltestelle aus, trafen ein paar Leute aus  Österreich, Liechtenstein und der Schweiz. Die zogen mit uns in die kleine gemütliche Eckkneipe, eine Inhaber geführte Kneipe.

Der Schweizer schenkte uns Zigaretten und sofort waren wir mitten im „ Klimahandel“. Der Schweizer gab ohne Einwände zu , die „ Klimakompensation“ sei ein einträglicher Handel. Er verstehe die Welt nicht, das Vertuschen von Klimaschädigung, sei doch kein Thema.

Es wurde ein langer, schöner Abend, er endete wie so häufig in heutigen Tagen im „Komasaufen“.

Sollten doch die Anderen sich die Haare raufen, uns machte es nichts aus, sich zu besaufen.

Der Österreicher meinte gelassen, wir entkommen sowieso nicht dem „Bundestrojaner“ (W.d.J.). Der Liechtensteiner mit der Zigarette im Mund fand das

Passivrauchen“ (W.d.J.)  irgendwie nicht geeignet.

Der Schweizer in seinem alpenländischen Humor fand die richtigen Worte. „ Alkohol und Zigaretten, lasst es uns schmecken. Am Ende kommt ihr in die Schweiz, zu unserem traditionellen „Sterbetourismus“ (W.d.J.)  - Treffen.“

Das „Humankapital“ fragte verlegen. „ Lohnt sich so was überhaupt?“ Der Schweizer meinte ganz trocken. „ Über Geld sprechen wir nicht, dass haben wir, zumindest noch in der Schweiz."

 

©Bernard Bonvivant, Februar 2008

 

Humor und Satire

flickr

Bilder aus flickr mit dem Tag "Ski"